São Mateus, Koloniale Hafenstadt in Espírito Santo, Brasilien
São Mateus ist eine Küstenstadt im Bundesstaat Espírito Santo in Brasilien, die sich entlang mehrerer Flussarme ausbreitet, welche in den Atlantik münden. Die Stadt umfasst ein großes Gebiet mit Wohnvierteln, Gewerbegebieten und landwirtschaftlichen Flächen, die durch Brücken und asphaltierte Straßen miteinander verbunden sind.
Die Ansiedlung entstand 1544 als Außenposten der portugiesischen Krone in einem Gebiet, das von den Aimorés bewohnt war. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sie sich zu einem Handelszentrum, das bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Atlantikhandel verbunden war.
Der Name geht auf den Apostel Matthäus zurück und spiegelt die katholische Prägung der frühen Kolonialzeit wider. In den älteren Stadtvierteln stehen Häuser mit hohen Türen und schmalen Fenstern, die an die Bauweise portugiesischer Küstensiedlungen erinnern.
Das Zentrum bietet Geschäfte, Apotheken und Bankfilialen, die in der Regel an Werktagen vormittags und nachmittags geöffnet sind. Lokale Buslinien verbinden die verschiedenen Stadtteile, während Überlandbusse zu benachbarten Gemeinden fahren.
Im Hafen wurde 1856 das letzte illegal eingetroffene Sklavenschiff in Brasilien beschlagnahmt, ein Vorgang, der in regionalen Archiven dokumentiert ist. Dieses Ereignis markiert einen Wendepunkt in der brasilianischen Seefahrtsgeschichte kurz vor dem Ende des transatlantischen Sklavenhandels.
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