Patamanta, Ort im Departamento La Paz, Bolivien
Patamanta ist eine kleine Siedlung im bolivianischen Altiplano, auf etwa 4.000 Metern Höhe in der Departement La Paz. Die Häuser bestehen aus Lehmziegeln und Stein, und die umliegenden Felder werden für den Anbau von Kartoffeln und Quinoa genutzt, während Lamas auf den Hügeln weiden.
Die Region um Patamanta war einst Teil der Tiwanaku-Zivilisation und später unter Inka-Kontrolle, bevor sie im 16. Jahrhundert von den Spaniern erobert wurde. Viele Bewohner der Gegend wurden nach der Eroberung zur Zwangsarbeit in den Silberminen von Potosí verpflichtet, was das soziale Gefüge der Gemeinschaft tiefgreifend veränderte.
In Patamanta sprechen die meisten Bewohner Aymara als erste Sprache, und man kann dies in alltäglichen Gesprächen auf den Straßen hören. Frauen tragen oft bunte Röcke und Hüte, die ihre regionale Herkunft zeigen, während das Dorf bei bestimmten Jahreszeiten Zeremonien für Pachamama, die Erdmutter, abhält.
Patamanta liegt in einer abgelegenen Gegend mit wenig Infrastruktur, daher ist es ratsam, Wasser und Verpflegung mitzubringen und auf lokale Guides zurückzugreifen. Die Höhe von rund 4.000 Metern kann Anpassungsprobleme verursachen, weshalb es empfohlen wird, sich vorher in La Paz an die Höhe zu gewöhnen.
Patamanta wurde durch Reisevideos im Internet bekannt, obwohl es sich um eine sehr kleine, schwer erreichbare Gemeinschaft handelt. Die Bewohner haben sich bewusst dafür entschieden, den Besucherzugang einzuschränken, um ihr tägliches Leben nicht zu stören.
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