Chacaltaya, Berggipfel in La Paz, Bolivien.
Chacaltaya ist ein Berg in den Anden Boliviens, der sich auf 5.395 Metern Höhe erhebt und Ausblicke zum Titicaca-See und auf umliegende Gipfel bietet. Eine Straße führt bis auf wenige Meter unter den Gipfel, wo sich früher ein Gletscher befand, der heute verschwunden ist.
Der Berg erhielt 1939 eine ungewöhnliche Auszeichnung mit der Errichtung von Südamerikas erstem Skilift, der mit einem Automoator angetrieben wurde. Diese Anlage betrieb nur während der Wintermonate von November bis März und markierte einen einzigartigen Moment in der Geschichte des Bergsports der Region.
Der Berg hat eine tiefe Bedeutung für die Aymara-Gemeinden, die seit jeher in den umliegenden Tälern leben und ihre Verbindung zum Land durch tägliche Praktiken pflegen. Besucher können diese enge Beziehung zur Landschaft in den traditionellen Siedlungen und Feldern beobachten, die das Tal prägen.
Die Straße erspart Wanderern lange Aufstiege und ermöglicht es, schnell Höhe zu gewinnen, was für die Akklimatisierung wichtig ist. Es ist ratsam, früh zu starten und sich Zeit für den Körper zu nehmen, sich an die dünne Höhenluft anzupassen.
Der Berg beherbergte einst einen Gletscher, der bis 1940 noch eine messbare Fläche bedeckte, aber in den folgenden Jahrzehnten vollständig verschwand. Dieses dramatische Schmelzen ist ein lebendiges Beispiel für die Veränderungen, die der Berg und die Region durchlaufen haben.
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