Kuhikugu, Archäologische Stätte an den Quellen des Xingu-Flusses, Brasilien.
Kuhikugu ist eine archäologische Stätte an den Quellflüssen des Xingu im brasilianischen Regenwald, die aus zwanzig verbundenen Siedlungen über eine Fläche von 20.000 Quadratkilometern (7.722 Quadratmeilen) besteht. Straßen, Befestigungen und Gräben verbinden diese Orte zu einem Netzwerk, das auf eine dichte Besiedlung hinweist.
Michael Heckenberger entdeckte die Stätte während seiner Arbeit mit den Kuikuro und brachte ans Licht, dass hier zwischen 1500 und vor 400 Jahren Menschen lebten. Die Siedlung beherbergte zu ihrer Blütezeit rund 50.000 Bewohner, bevor sie aufgegeben wurde.
Die Bewohner errichteten flache Anlagen am Boden als Verehrungsorte, eine Bauweise, die sich deutlich von den hohen Türmen und Pyramiden anderer Gruppen in der Region unterscheidet. Diese horizontale Ausrichtung prägt noch heute das Verständnis darüber, wie Menschen im Regenwald ihre Beziehung zu höheren Mächten gestalteten.
Die Stätte liegt tief im Regenwald an den Quellflüssen des Xingu, was den Zugang erschwert und besondere Vorbereitung erfordert. Besucher sollten sich auf feuchtes Klima, dichte Vegetation und eingeschränkte Infrastruktur einstellen.
Das größte Dorf beherbergte 5.000 Menschen und war durch hölzerne Palisaden geschützt, während der See Lamakuka die Hauptquelle für Fisch darstellte. Diese Wasseranlage bildete das Rückgrat der Ernährung und zeigt die Bedeutung von Wasserwirtschaft in der Region.
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