Comodoro, Verwaltungseinheit in Mato Grosso, Brasilien
Comodoro ist eine Verwaltungsgemeinde im Bundesstaat Mato Grosso in der Zentralwest-Region Brasiliens. Das Gebiet erstreckt sich über eine große Fläche mit Agrarland, Wäldern und Wasserläufen, die von der Federal-Straße BR-364 durchzogen werden.
Die Region war ursprünglich das Siedlungsgebiet indigener Völker, bevor die Nambiquaras-Telegraphenlinie 1911 eine Verbindung nach außen schuf. Mit dieser Infrastruktur folgten Kautschukabbau und später ab 1983 intensive landwirtschaftliche Besiedlung.
Das Gebiet ist die Heimat der Nambikwará und Enawenê-nawê, deren reservierte Territorien das tägliche Leben und die Landnutzung prägen. Diese indigenen Gemeinschaften hinterlassen sichtbare Spuren in den lokalen Traditionen und der Beziehung der Menschen zur Natur.
Die Bundesstraße BR-364 verbindet das Gebiet mit Cuiabá im Osten und Porto Velho mit Verlängerung bis zur peruanischen Grenze im Westen. Besucher sollten beachten, dass die landwirtschaftlichen und waldbewachsenen Zonen bedeutende Entfernungen haben und Planung erfordern.
Eine Kolonialisierungsaktion in den 1980er Jahren brachte tausende Familien aus dem südlichen Brasilien hierher, die die Transformation von Wildnis zu Farmland in kurzer Zeit vorantrieben. Diese schnelle Besiedlung machte den Ort zu einem bemerkenswerten Beispiel moderner Agrikulturentwicklung im Amazonas-Randgebiet.
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