Amazonas-Regenwald, Tropischer Regenwald im nördlichen Südamerika
Der Amazonas-Regenwald erstreckt sich über neun südamerikanische Länder und bildet ein ausgedehntes Gebiet dichter Vegetation mit unzähligen Flüssen und Bächen. Der Wald zeigt mehrere Schichten, von hohen Baumkronen bis zum schattigen Unterholz, wo Lianen zwischen den Stämmen hängen.
Europäische Entdecker durchquerten die Region erstmals in der Mitte des 16. Jahrhunderts und stießen auf etablierte Siedlungen entlang der Flussufer. Diese Begegnungen veränderten die Region grundlegend und beeinflussten sowohl die Bevölkerung als auch die Landnutzung über Jahrhunderte hinweg.
In vielen Gebieten leben indigene Gemeinschaften, die weiterhin ihre traditionellen Lebensweisen pflegen, jagen und Heilpflanzen sammeln. Besucher können diese Kulturen in geführten Begegnungen erleben, wo Einheimische ihre Kenntnisse über den Wald und seine Ressourcen teilen.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich über Flüsse oder Flugzeuge, da wenige Straßen ins Innere führen, und die Regenzeit zwischen Dezember und Mai macht viele Gebiete schwer erreichbar. Lokale Führer sind für die Navigation durch Pfade und Wasserstraßen unerlässlich, da sich die Landschaft ständig mit den Jahreszeiten verändert.
Der Boden des Waldes ist überraschend nährstoffarm, da die meisten Nährstoffe in der lebenden Vegetation gebunden sind, nicht in der Erde darunter. Wenn Pflanzen absterben, werden sie von Pilzen und Insekten so schnell zersetzt, dass Nährstoffe innerhalb von Tagen wieder aufgenommen werden.
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