Amazonien, Geografische Region in Nordbrasilien
Amazonia ist eine geografische Region, die sich über neun brasilianische Bundesstaaten erstreckt und rund 5 Millionen Quadratkilometer umfasst. Die Landschaft setzt sich aus Regenwald, Cerrado-Savanne und Pantanal-Feuchtgebieten zusammen, die durch Flussläufe und ausgedehnte Waldgebiete miteinander verbunden sind.
Die Region blieb bis 1541 weitgehend unbekannt, als Francisco de Orellana den Fluss befuhr und die erste schriftliche Schilderung hinterließ. Im 17. Jahrhundert kamen portugiesische und spanische Siedler, die das Innere entlang der Wasserstraßen erschlossen.
Das Gebiet trägt den Namen nach den Amazonas-Kriegerinnen aus der griechischen Mythologie, von denen frühe Entdecker berichteten. Über 200 Sprachen werden noch heute von den Völkern gesprochen, die am Flussufer und im inneren Wald leben.
Die Fortbewegung erfolgt hauptsächlich über Flussboote und Flugzeuge, da Straßen in großen Teilen fehlen oder nur in der Trockenzeit befahrbar sind. Wer das Gebiet bereist, sollte sich auf schwüles Klima, plötzliche Regenfälle und eingeschränkte Infrastruktur einstellen.
Ein Teil des westlichen Bereichs umfasst die Bundesstaaten Acre, Amazonas, Roraima und Rondônia, die zusammen knapp die Hälfte der gesamten Fläche ausmachen. Dieser Abschnitt ist besonders dünn besiedelt und von großflächigen, kaum erschlossenen Waldgebieten geprägt.
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