Tucuruí transmission line, Hochspannungsleitung im Bundesstaat Para, Brasilien.
Die Tucuruí-Hochspannungsleitung ist eine Fernleitung in Pará, die Strom von einem Wasserkraftwerk über hunderte von Masten zu mehreren Umspannwerken transportiert. Das System besteht aus doppelstrangigen Stromleitungen und durchquert dabei dichte Waldgebiete sowie Flussübergänge.
Die Leitung entstand in den 2010er Jahren, um Strom aus dem Staudamm Tucuruí in den Norden Brasiliens zu bringen. Dadurch wurden Gemeinden, die zuvor von lokalen Stromquellen abhängig waren, an das nationale Stromnetz angeschlossen.
Das Stromleitungsprojekt erforderte Verhandlungen mit lokalen indigenen Gemeinschaften über Landzugang und Umweltschutz in ihren Gebieten.
Die Anlage durchquert remote Waldgebiet und ist von öffentlichen Straßen aus teilweise sichtbar, besonders bei Flussübergängen. Für Besucher ohne spezielle Genehmigung sind aber Zugang zum nächsten Umkreis der Anlage und Näherungspunkte sehr begrenzt.
Die Masten über dem Amazonas erreichen Höhen, die mit großen Bauwerken vergleichbar sind, und überqueren eine mehrere Kilometer lange Wasserstrecke ohne Zwischenstützen. Diese Flusspylone gehören zu den längsten freien Spannweiten für Stromübertragung in der Region.
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