Marajó, Flussinsel in Pará, Brasilien
Marajó ist eine Flussinsel an der Mündung des Amazonas und umfasst 40.100 Quadratkilometer (15.500 Quadratmeilen) Savanne, Feuchtgebiete und Wälder. Die Landschaft wechselt zwischen offenen Grasebenen im Osten und dichtem tropischem Regenwald im Westen, unterbrochen von Flüssen und Sümpfen.
Die Marajoara-Kultur besiedelte die Insel von 400 v. Chr. bis 1600 n. Chr. und entwickelte Töpferkunst sowie komplexe Gesellschaftsstrukturen. Europäische Kolonisatoren erreichten das Gebiet im 17. Jahrhundert und führten Viehzucht ein, die bis heute die Wirtschaft prägt.
Wasserbüffel prägen das Landschaftsbild und dienen den Bewohnern als Arbeitstiere sowie Fleischlieferanten für die regionale Küche. Fischerdörfer entlang der Küste leben vom Fang und verarbeiten den Fisch nach überlieferten Methoden.
Fähren verbinden die Inselstadt Soure mit Belém auf dem Festland, wobei die Überfahrt mehrere Stunden dauert. Boote dienen als Hauptverkehrsmittel innerhalb der Insel, besonders während der Überschwemmungsperiode zwischen Januar und Juni.
Während der Regenzeit verwandeln sich weite Flächen in miteinander verbundene Seen, weshalb viele Häuser auf Stelzen stehen. Archäologische Stätten mit Keramikfunden der Marajoara-Kultur liegen über die Insel verteilt und sind teilweise für Besucher zugänglich.
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