Santarém, Regionales Verwaltungszentrum in Pará, Brasilien.
Santarém ist eine Gemeinde und bedeutende Siedlung am Zusammenfluss von Tapajós und Amazonas im Norden Brasiliens, auf einer Landzunge gelegen, die beide Flüsse voneinander trennt. Die Bebauung erstreckt sich vom dichten historischen Zentrum bis zu weit verstreuten Vierteln entlang der Ufer, mit Sandstränden und schwimmenden Häusern, die den Wasserstand widerspiegeln.
Ein Jesuitenpriester errichtete hier 1661 eine Kapelle, um die sich eine kleine Siedlung bildete, die anfangs Aldeia do Tapajós hieß. Die Umbenennung erfolgte später nach einem Ort in Portugal, und die Ansiedlung wuchs allmählich durch den Flusshandel und die Kautschukindustrie zu einem regionalen Zentrum.
Die Stadt trägt den Namen des portugiesischen Ortes Santarém, ein Zeichen der kolonialen Verbindung, die noch immer in Straßennamen und religiösen Festen sichtbar wird. Besucher können an den Flussstränden lokale Gerichte aus Amazonasfisch kosten und dabei beobachten, wie Fischerboote am späten Nachmittag zurückkehren.
Ein Besuch lohnt sich während der Trockenzeit von August bis Dezember, wenn die Flussufer breiter werden und die Fortbewegung im Zentrum einfacher ist. Motorradtaxis und kleine Boote verbinden die verschiedenen Viertel, und es empfiehlt sich, für Fahrten auf dem Wasser eine wasserdichte Tasche mitzunehmen.
Die beiden Flüsse treffen hier aufeinander, ohne sich zu vermischen, sodass klares grünliches Wasser des Tapajós neben dem trüben braunen Amazonas verläuft. Dieses Phänomen zieht sich über mehrere Kilometer flussabwärts fort und lässt sich besonders gut vom Boot aus beobachten.
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