Belo Monte, Wasserkraftwerk am Xingu-Fluss, Pará, Brasilien
Die Anlage Belo Monte besteht aus einem dreiteiligen System mit Wasserturbinen und Staubecken, die sich entlang des Xingu-Flusses erstrecken und zusammen eine Länge von etwa 3500 Metern erreichen. Der Komplex erzeugt durchschnittlich rund 11000 Megawatt elektrische Energie und nutzt dabei das gefällereiche Flussbett in der Region Pará.
Die Planung für diesen Staudamm begann in den 1970er Jahren während der Militärdiktatur, doch der Baubeginn erfolgte erst 2011 nach langen Debatten über Umwelt und Gesellschaft. Die Fertigstellung einiger Anlagen zog sich bis in die zweite Hälfte der 2010er Jahre hin.
Die Entwicklung erforderte die Umsiedlung von zwanzigtausend Einwohnern aus lokalen Gemeinschaften, was das soziale Gefüge Nordparás veränderte.
Die Anlage versorgt Haushalte in verschiedenen brasilianischen Regionen über das nationale Stromnetz mit elektrischer Energie. Zugang für Besucher ist meist auf organisierte Führungen beschränkt, da es sich um ein aktives Industriegelände handelt.
In trockenen Monaten sinkt die tatsächliche Stromproduktion stark ab und erreicht manchmal nur ein Zehntel der technischen Nennleistung. Diese Schwankungen folgen dem natürlichen Rhythmus des Wasserstands im Amazonasbecken.
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