Itabuna, Handelszentrum in Bahia, Brasilien
Itabuna liegt im südöstlichen Teil von Bahia entlang der Ufer des Cachoeira, nahe der Küstenstadt Ilhéus, auf etwa 54 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt erstreckt sich über ein Gebiet von ungefähr 401 Quadratkilometern und zählt rund 214.000 Einwohner, womit sie die sechstgrößte Kommune im Bundesstaat darstellt.
Die Siedlung entstand aus dem Arraial de Tabocas, einem Waldübergang für Viehtreiber ab 1857, und erreichte 1910 offiziell den Status einer Stadt. In den Jahrzehnten danach entwickelte sie sich zu einem bedeutenden Zentrum für den Kakaohandel, bevor ein Pilzbefall in den 1990er Jahren die lokale Landwirtschaft grundlegend veränderte.
Der Name dieser Großstadt im südöstlichen Bahia kommt aus der Tupiniquim-Sprache und verbindet die Wörter für Stein und Vater, was auf eine auffällige Felsformation am Fluss hinweist. Diese geografische Besonderheit blieb über Jahrhunderte ein Orientierungspunkt für Reisende, die das Gebiet durchquerten und später die Ansiedlung mitprägten.
Die Stadt erreicht man über gut ausgebaute Straßenverbindungen von der Küste und aus dem Landesinneren, wobei die meisten Unterkünfte und Dienstleistungen im Zentrum konzentriert sind. Wer die Umgebung erkunden möchte, findet Zugang zu Flusslandschaften und ländlichen Gemeinden in der näheren Region.
Das Gebiet war einst Brasiliens zweitgrößter Kakaoexporteur, bis der Pilz Crinipellis perniciosa in den 1990er Jahren die Plantagen verwüstete und die lokale Wirtschaft zu einer Neuausrichtung zwang. Heute zeugen stillgelegte Farmen und neue Anbauflächen von dieser einschneidenden Wende in der jüngeren Geschichte der Region.
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