Bahia, Verwaltungsregion im östlichen Brasilien
Bahia ist ein Bundesstaat im Osten Brasiliens, der sich über verschiedene Landschaftsformen von der Atlantikküste bis zu Hochebenen im Landesinneren erstreckt, wo die Diamantina-Hochebene bis auf 1850 Meter ansteigt. Die Küstenlinie zieht sich über hunderte Kilometer mit Buchten, Stränden und Mangroven, während im Hinterland trockene Ebenen und fruchtbare Täler das Bild prägen.
Portugiesische Seefahrer landeten 1501 an dieser Küste und benannten das Gebiet nach der Allerheiligenbucht, wo sie Salvador gründeten, die erste Hauptstadt der brasilianischen Kolonie. Über drei Jahrhunderte lang diente die Region als Drehscheibe des Kolonialhandels, bevor sie im 19. Jahrhundert zu einem eigenständigen Bundesstaat wurde.
Die Menschen feiern hier das ganze Jahr über Feste, bei denen afrikanische Trommeln, Tänze und religiöse Rituale den Alltag prägen und Besucher oft spontan eingeladen werden mitzumachen. In den Küchenstädten riecht es nach Dendê-Öl und Gewürzen, während Straßenhändler Acarajé und andere typische Gerichte verkaufen, die seit Generationen unverändert zubereitet werden.
Die Küstengebiete rund um Salvador sind leicht zugänglich und gut erschlossen, während abgelegene Gegenden im Landesinneren mehr Reisezeit und Planung erfordern. Klimatisch ist es an der Küste das ganze Jahr über warm und feucht, während das Hinterland in manchen Monaten trockener und heißer wird.
Der São-Francisco-Fluss durchquert den Westen und bildet dabei natürliche Grenzen zu den Nachbarstaaten, während er mit seinen Bewässerungssystemen die Landwirtschaft in sonst trockenen Gebieten ermöglicht. Entlang seines Laufs liegen kleine Siedlungen, die seit Jahrhunderten vom Wasser abhängen und ihre eigene Lebensweise entwickelt haben.
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