Elevador Lacerda, Öffentlicher Aufzug in Cidade Alta, Brasilien.
Der Elevador Lacerda ist ein öffentlicher Fahrstuhl zwischen der Oberstadt und der Hafenzone von Salvador in Brasilien, untergebracht in zwei parallel verlaufenden Türmen aus Beton und Stahl. Jeder Turm beherbergt zwei Kabinen, die Passagiere auf einer Strecke von etwa 72 Metern (236 Fuß) vertikal transportieren und dabei steile Klippen überbrücken, die beide Stadtteile voneinander trennen.
Der ursprüngliche Bau fand zwischen 1869 und 1873 statt, wobei zunächst Dampfmaschinen die Hydraulik antrieben. Im Jahr 1906 wurde die Anlage auf elektrischen Betrieb umgestellt, was die Fahrgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit deutlich verbesserte.
Der Name ehrt den Kaufmann Antônio Lacerda, der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Pläne für diese öffentliche Verbindung unterstützte. Heute nutzen Bewohner der Unterstadt den Fahrstuhl als schnellen Arbeitsweg, während Händler auf der Plattform oben kleine Stände betreiben.
Die Anlage funktioniert täglich von früh morgens bis zum späten Nachmittag, wobei die Fahrten in der Regel nur etwa 30 Sekunden dauern. Reisende sollten den Fahrstuhl an Werktagen am späten Vormittag oder frühen Nachmittag nutzen, um die größten Menschenmengen zu vermeiden.
Die vier Kabinen zusammen bewegen jeden Tag mehr als 30.000 Personen, was diese Anlage zu einem der am stärksten frequentierten vertikalen Transportmittel Südamerikas macht. Oben angekommen können Besucher einen weiten Blick über die Bucht von Todos os Santos genießen, besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht die Wasserfläche erhellt.
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