Ilê Axé Iyá Nassô Oká, Religiöser Tempel in Salvador, Brasilien
Ilê Axé Iyá Nassô Oká ist ein religiöser Komplex des Candomblé im Stadtteil Engenho Velho in Salvador, der als geschütztes Kulturgut des Landes eingetragen ist. Der Ort erstreckt sich über eine Fläche von 6.800 m² (73.000 Quadratfuß) und umfasst mehrere Gebäude, heilige Bäume und Räume für rituelle Praktiken.
Die drei befreiten Afrikanerinnen Iyá Nassô, Iyá Adetá und Iyá Akalá gründeten den Tempel um 1830 nach ihrer Rückkehr aus Benin. Die föderale Denkmalschutzbehörde IPHAN verlieh der Stätte 1986 den Status als nationales Kulturerbe und erkannte damit erstmals ein afrobrasilianisches religiöses Zentrum offiziell an.
Der Tempel bewahrt die Verehrung der Orixás durch Zeremonien und Opfergaben, die nach westafrikanischen Traditionen durchgeführt werden. Die Gemeinde ehrt besonders Oxóssi und Xangô in regelmäßigen Ritualen, die Gesang, Tanz und zeremonielle Gewänder einbeziehen.
Der Eingang zum Komplex befindet sich an der Avenida Vasco da Gama, wo eine weiße Flagge die geschützte Stätte kennzeichnet. Besucher sollten auf die religiöse Natur des Ortes achten und respektvoll auftreten, besonders während zeremonieller Aktivitäten.
Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer entwarf die Renovierung der Oxum-Plaza mit einem bootsförmigen Schrein nahe dem Eingang. Dieser Schrein ist der Göttin Oxum gewidmet und verbindet moderne Architektur mit religiöser Symbolik des Candomblé.
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