Fort of Saint Peter, Militärfestung in Salvador, Brasilien
Das Fort von São Pedro ist eine viereckige Festung aus Stein und Kalk mit fünfeckigen Bastionen an den Ecken im Vauban-Stil. Seine eingeschossigen Gebäude umgeben eine zentrale Zisterne, und die Bastionsspitzen tragen turmartige Scharwachen mit Kuppeln. Ein flachbogiges Tor mit einer Tribüne darüber öffnet sich in den Mauern.
Eine erste Verschanzung an dieser Stelle stammt aus der holländischen Invasion von 1624; sie sollte den südwestlichen Landzugang nach Salvador sperren und wurde nach der nahen, später abgerissenen Kirche São Pedro benannt. Der Bau des Forts begann 1627 unter Generalgouverneur Diogo Luís de Oliveira mit Flechtwerk und Erde sowie 35 Geschützen. Ab 1646 ließ Antônio Teles da Silva es in Stein und Kalk als Viereck mit fünfeckigen Bastionen im Vauban-Stil neu errichten.
Das Fort ist ein Zeugnis portugiesischer Präsenz in Brasilien und zeigt, wie europäische Befestigungstechniken an die Küstenlage angepasst wurden. Die Steinarchitektur und das Bastionensystem widerspiegeln den Wunsch, die Stadt vor Angriffen vom Meer aus zu schützen.
Das Fort liegt beim Passeio Público; um 1850 verlangte der Direktor dieses Gartens den Streifen des früheren Grabens, um die Pflanzfläche zu erweitern. Man betritt es durch ein steinernes Tor in gedrücktem Bogen mit tribünenartigem Aufsatz; um den Wallgang stehen eingeschossige Gebäude um eine mittige Zisterne. An den Bastionsecken sitzen Türmchen mit Kuppeln.
Das Fort verdankt seinen Namen der nahe gelegenen Kirche São Pedro, die seinetwegen abgerissen wurde. 1798 trafen sich in seinen Mauern die Verschwörer der Conjuração Baiana, darunter die Soldaten Lucas Dantas und Luís Gonzaga sowie die Schneider João de Deus und Manuel Faustino.
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