Ilha de Maré, Insel in der Bucht von Salvador, Brasilien
Ilha de Maré ist eine kleine Insel in der Bucht von Salvador, Brasilien, mit engen Wegen, einfachen Häusern und sandigen Straßen. Die Insel besteht aus einem flachen Gelände mit sanften Hügeln und mehreren kleinen Dorfgemeinschaften, die über Boote mit dem Festland verbunden sind.
Die Insel wurde ursprünglich von den Tupinambá bewohnt, einem indigenen Volk, das sich gegen portugiesische Siedler wehrte, die im 16. Jahrhundert ankamen. Die Portugiesen errichteten eine der ersten Kirchen der Region, Nossa Senhora das Neves, die bis heute erhalten ist.
Ilha de Maré beherbergt fünf Quilombola-Gemeinschaften, die von entflohenen Sklaven abstammen und ihre Traditionen durch Musik und Tanz lebendig halten. Bei lokalen Festen versammeln sich alle Generationen, und man kann Trommeln hören sowie Menschen in farbenfrohen Kleidern tanzen sehen.
Die Insel ist nur per Boot von Salvador aus erreichbar, und es empfiehlt sich, früh am Morgen aufzubrechen, um mehr Zeit vor Ort zu haben. Vor Ort kann man zu Fuß oder auf einem der Esel, den sogenannten Jegues, die für Touren angeboten werden, durch die Dörfer erkunden.
Ein kleines Fort auf der Insel, das einst die Küste bewachte, beherbergt noch alte Kanonen und bietet einen weiten Blick aufs Meer. Von diesem Aussichtspunkt aus lässt sich der Schiffsverkehr in der Bucht beobachten, der sich kaum von dem unterscheidet, was die ersten Siedler sahen.
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