Serra Pelada, Verlassene Goldmine in Curionópolis, Brasilien
Serra Pelada ist ein ehemaliger Tagebau im Bundesstaat Pará in Brasilien, der heute als riesiger Krater sichtbar ist. Die Grubenwände fallen steil ab und bilden Terrassen, die bis zum Grund reichen, wo sich mittlerweile ein See gebildet hat.
Die Lagerstätte zog ab 1980 Zehntausende von Goldsuchern an, die den Boden von Hand abtrugen und das Gestein mit einfachen Werkzeugen zerkleinerten. Nach wenigen Jahren erschöpfte sich das Vorkommen, und die Schürfer verließen den Ort wieder.
Der Ort liegt tief im Urwald von Pará und wurde weltweit durch Aufnahmen bekannt, die zeigen, wie Menschen in Schlamm und Rauch nach Gold gruben. Heute bleibt nur noch die leere Grube als Zeugnis dieser Zeit übrig, während die umliegenden Dörfer von den Erinnerungen an den Ansturm geprägt sind.
Um die Grube zu erreichen, muss man unbefestigte Straßen in einer abgelegenen Gegend von Pará befahren, wobei ein Geländewagen empfohlen wird. Lokale Führungen beginnen oft in der Stadt Curionópolis und erklären die Geschichte des Bergbaus vor Ort.
Wer den Rand der Grube betritt, sieht noch die unregelmäßigen Stufen, die entstanden, als Tausende von Menschen gleichzeitig in allen Richtungen gruben. Keine Maschine formte die Wände, sondern nur Schaufeln und Körperkraft schufen diese chaotische Struktur.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.