Sergipe, Verwaltungseinheit im Nordosten Brasiliens
Sergipe ist ein brasilianischer Bundesstaat an der Atlantikküste im Nordosten des Landes, zwischen den größeren Nachbarn Bahia und Alagoas gelegen. Das Gebiet erstreckt sich vom Meeresspiegel bis zu sanften Hügellandschaften im Landesinneren, wobei ein Teil der Küste von Mangrovenwäldern gesäumt wird.
König Johann VI. von Portugal trennte dieses Gebiet 1820 von der Capitania da Bahia und machte es zu einer eigenständigen Provinz. Die politische Abtrennung markierte den Beginn einer neuen Verwaltungsstruktur, die später im Rahmen der brasilianischen Republik zum Bundesstaat wurde.
Der Name Sergipe stammt vom Fluss Sergipe ab und findet sich heute in vielen alltäglichen Bezeichnungen wieder, von Straßennamen bis zu lokalen Gerichten. Die Bewohner nennen sich Sergipanos und pflegen eine Küche, die stark von Meeresfrüchten und Kokosgerichten geprägt ist, besonders im direkten Küstengebiet.
Wer die Region erkunden möchte, sollte die Küstenstraßen bevorzugen, da sie einfacher zugänglich sind als die Verbindungen ins Binnenland. Aracaju dient als zentraler Ausgangspunkt mit guten Anbindungen zu anderen Teilen des Bundesstaates.
Der São-Francisco-Fluss bildet die gesamte Nordgrenze des Bundesstaates und trennt ihn von Alagoas auf einer Länge von über 200 km (124 Meilen). Dieses Flussufer ist oft stiller und weniger besucht als die bekannten Sandstrände an der Atlantikküste.
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