Wasserkraftwerk Xingó, Wasserkraftwerk am São Francisco Fluss zwischen Alagoas und Sergipe, Brasilien
Der Xingó-Staudamm ist eine Betongesichtssteinschüttung, die sich 3.623 Meter über den São Francisco River erstreckt und zwischen Alagoas und Sergipe liegt. Das Bauwerk verfügt über zwölf Schleusentore und kann bis zu 33.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten.
Die Arbeiten begannen 1987, wurden 1988 wegen Finanzierungsproblemen während Brasiliens Schuldenkrise unterbrochen und 1990 wieder aufgenommen. Das Projekt wurde 1994 abgeschlossen und markierte einen Wendepunkt in der Energieversorgung der Region.
Das Reservoir ist Teil des Rio-São-Francisco-Naturmonuments und schützt ein großes Gebiet mit natürlichen Landschaften. Die Wasserfläche hat die trockene Caatinga-Region grundlegend verändert und ist heute ein wichtiger Ort für die lokale Bevölkerung.
Das Bauwerk wird von sechs Francis-Turbinen mit je 527 Megawatt Leistung betrieben, mit Platz für vier zusätzliche Maschinen. Die Umgebung rund um den Damm ist für Besucher gut zugänglich und bietet Aussichtspunkte auf das Reservoir.
Der Damm schuf ein Becken mit etwa 3,8 Kubikkilometern Wasser, das sich über eine Fläche von etwa 60 Quadratkilometern erstreckt. Diese künstliche Wassermasse ermöglichte die Entwicklung von Freizeitaktivitäten und Bootfahrten in einer Region, die zuvor von Trockenheit geprägt war.
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