Reentrâncias Maranhenses Environmental Protection Area, Umweltschutzgebiet in Maranhão, Brasilien
Das Naturschutzgebiet Reentrâncias Maranhenses umfasst knapp 2,7 Millionen Hektar entlang der nordostlichen Kuste Brasiliens und zeigt eine vielfältige Landschaft aus Buchten, Flussarmen und ausgedehnten Mangrovenwäldern. Die Gewässer sind von komplexen Ästuaren durchdrungen, die zwischen Festland und Meer übergehen.
Das Gebiet wurde 1991 zum Schutzgebiet erklart und 1993 von der Ramsar-Konvention anerkannt, was seine internationale Bedeutung als Feuchtgebiet bestatigt. Diese beiden Meilensteine markieren den Beginn strukturierter Bemuhungen zum Schutz dieser besonderen Kustenlandschaft.
Die Wirtschaft der Region stützt sich auf Fischerei, den Fang der Atlantischen Mangrovenkrabbe (Ucides cordatus) und Tourismus. Das 2004 geschaffene Extraktivreservat Cururupu sichert den Fischergemeinden auf den Inseln die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Der Guará, der Scharlachibis, brütet hier in großen Ansammlungen und gab dem Floresta dos Guarás seinen Namen.
Die beste Zeit fur einen Besuch ist wahrend der trockeneren Monate, wenn die Mangroven leichter zugänglich sind und die Wege stabiler sind. Besucher sollten lokale Fuehrer engagieren und sich an Zugangsregeln halten, da viele Teile des Gebiets nur mit spezieller Genehmigung betreten werden durfen.
Die Mangroven hier bilden zusammen mit denen in Pará das größte zusammenhängende Mangrovengebiet der Welt. Die Küste ist eine „Ria-Küste“: Flusstäler, die vor rund 6.000 Jahren beim letzten Meeresspiegelanstieg überflutet wurden und deren feine Sedimente später von Mangroven besiedelt wurden.
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