Maranhão, Verwaltungsstaat im Nordosten Brasiliens
Maranhão ist ein Bundesstaat im Nordosten Brasiliens mit der Hauptstadt São Luís, der sich über mehr als 330.000 km² erstreckt. Die Landschaft reicht von tropischen Regenwäldern an der Küste bis zu offenen Savannen im Süden, durchzogen von Flüssen, die das Landesinnere mit dem Atlantik verbinden.
Französische Siedler gründeten 1594 eine Kolonie in São Luís, bevor die Portugiesen 1615 die Kontrolle übernahmen. Die Niederländer besetzten die Küste kurzzeitig zwischen 1641 und 1644, danach blieb das Gebiet unter portugiesischer Verwaltung bis zur Unabhängigkeit Brasiliens im 19. Jahrhundert.
Der Name Maranhão leitet sich vermutlich vom Wort der Tupi für großer Fluss ab, was auf die vielen Wasserläufe in der Region hinweist. Besucher begegnen bis heute lebendigen Traditionen wie dem Bumba-meu-boi, einer Feier mit Musik und Tanz, die zwischen Juni und August in vielen Orten zu erleben ist.
Der Hafen von Itaqui in São Luís dient als wichtiges Tor für den Handel und verbindet die Küste mit dem Landesinneren über schiffbare Flüsse und Schienen. Reisende finden in der Hauptstadt und entlang der Küste Hotels und Verbindungen zu entlegeneren Gebieten wie dem Nationalpark im Nordosten.
Der Nationalpark Lençóis Maranhenses im Osten des Bundesstaates beherbergt ausgedehnte Dünenfelder, die sich während der Regenzeit mit Wasser füllen und zwischen Mai und September tausende türkisgrüne Lagunen bilden. Diese Süßwasserbecken ziehen Fische an, die selbst in der Trockenzeit überleben, indem sie sich im Sand vergraben, bis der nächste Regen die Lagunen neu bildet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.