Terreiro Obá Ogunté, Afrikanischer Tempel in Água Fria, Recife, Brasilien
Der Terreiro Obá Ogunté, bekannt als Sítio de Pai Adão, ist ein Nagô-Terreiro in Água Fria in Recife, der Iemanjá gewidmet ist. Auf dem Gelände stehen eine als Gottheit Irocô verehrte Gameleira und ein über hundertjähriger Baobab mit einem Stamm von mehr als 10 m Durchmesser. Zwei Leiter, ein Babalorixá und eine Ialorixá, führen das Haus.
Das Ilê Obá Ogunté wurde um 1875 in Água Fria, Recife, von Inês Joaquina da Costa, genannt Tia Inês (Ifá Tinuquê), gegründet; sie starb 1905. Nach ihr leitete Felipe Sabino da Costa, Pai Adão, die Casa, ein Kenner der Yoruba-Sprache und des Xangô-Rituals. Es ist das älteste Nagô-Haus Pernambucos und der erste von einer Landesregierung per Dekret 10.712 vom 5. September 1985 geschützte Terreiro.
Das Haus trägt seinen geläufigen Namen nach Pai Adão (Felipe Sabino da Costa), dem Nachfolger von Tia Inês, der für seine Beherrschung des Yoruba und der rituellen und mythologischen Grundlagen bekannt war. In der Nagô-Ebá-Nation leiten zwei Personen das Haus, ein Babalorixá und eine Ialorixá; derzeit Manoel do Nascimento Costa, Manuel Papai, und Maria do Bonfim.
Der Terreiro liegt in Água Fria, im Bereich Sítio de Água Fria in Recife, und ist vom Zentrum über die Hauptstraßen des Viertels erreichbar. Es ist ein aktives Kultushaus; Besuche sind daher von der Zustimmung des Babalorixá Manoel do Nascimento Costa (Manuel Papai) und der Ialorixá Maria do Bonfim abhängig, die es gemeinsam leiten. Auf dem Gelände fallen der große Baobab und die Gameleira auf.
Tia Inês brachte Samen aus Afrika mit, um eine Gameleira zu pflanzen, die noch steht und als Gottheit Irocô verehrt wird. Auf dem Gelände wächst zudem ein über hundertjähriger Baobab mit mehr als 10 m Durchmesser, eine in Brasilien seltene Größe. Einer der heiligen Bäume wurde im November 2018 durch einen Brand beschädigt.
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