Heinitzburg, Burganlage auf dem Hügel in Windhoek, Namibia.
Die Heinitzburg ist ein 1914 erbautes Herrenhaus aus Feldstein auf einer Anhöhe über Windhoek, Namibia. Der kompakte, palastartige Baukörper hat einen quadratischen dreigeschossigen Bergfried mit Zinnen und Bogenfries, zwei den Innenhof rahmende Ecktürme, Bleifenster und ein verdrehtes Treppenhaus. Der Turm ist ab dem zweiten Geschoss verputzt und weiß getüncht; von seiner Terrasse blickt man auf die Stadt hinab.
Das Schloss wurde 1914 vom deutschen Architekten Wilhelm Sander entworfen und kurz darauf von Hans Bogislav Graf von Schwerin erworben, nach dem es seinen heutigen Namen trägt. Es entstand in der Endphase der deutschen Kolonialherrschaft über das heutige Namibia, bevor das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg unter südafrikanische Verwaltung kam.
Die Heinitzburg ist eines von drei Schlössern in Windhoek, die in kurzer Folge von demselben deutschen Architekten entworfen wurden. Wer durch die Stadt geht, kann alle drei Gebäude auf ihren jeweiligen Hügeln erkennen und so ein Bild davon gewinnen, wie die deutsche Kolonialzeit das Stadtbild geprägt hat.
Das Schloss ist heute ein Hotel mit Restaurant, das für Übernachtungen und Mahlzeiten geöffnet ist. Das Restaurant auf der Terrasse ist auch für Tagesgäste zugänglich und bietet einen guten Blick auf die Stadt.
Der Name Heinitzburg ist eine spätere Kurzform: Hans Bogislav Graf von Schwerin nannte das Haus Heynitzburg nach dem Geburtsnamen seiner Frau Margarete, von Heynitz, als er es 1916 von Wilhelm Sander kaufte. Sander hatte es 1914 für sich selbst erbaut und zwei Jahre später verkauft. Zum Burgenlook gehören ein verdrehtes Treppenhaus und Bleifenster.
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