Tintenpalast, Parlamentsgebäude im Zentrum von Windhoek, Namibia.
Der Tintenpalast steht in Windhoek-Central oberhalb der Christuskirche an der Robert-Mugabe-Avenue. Der Architekt Gottlieb Redecker gab ihm eine neoklassizistische Vorderfassade; die Firma Sander & Kock errichtete ihn 1912–1913 aus regionalen Materialien. Er beherbergt die Nationalversammlung, während der Nationalrat in einem neueren Gebäude östlich davon tagt.
Der Tintenpalast wurde von Gottlieb Redecker entworfen und 1912–1913 von der Firma Sander & Kock aus regionalen Materialien als Verwaltungsgebäude der deutschen Kolonialregierung erbaut. Beim Bau wurden überlebende Herero und Nama, die in Konzentrationslagern interniert waren, zur Zwangsarbeit herangezogen. Am 12. April 1913 eingeweiht, wurde er 1990 mit der Unabhängigkeit Namibias Sitz der Nationalversammlung.
Die deutschsprachige Bevölkerung Windhoeks prägte den Spottnamen „Tintenpalast“ wegen der vielen Schreiberlinge und ihres hohen Tintenverbrauchs. Die Parlamentsgärten wurden ab 1931 angelegt, ab 1934 bepflanzt und waren bei der Stadtbevölkerung beliebt, bis sie 2019 geschlossen wurden. Am östlichen Ende des Parks stehen drei Statuen: Hosea Kutako in der Mitte, links Hendrik Samuel Witbooi und rechts Theophilus Hamuntubangela.
Der Tintenpalast steht in Windhoek-Central, oberhalb der Christuskirche und nördlich der Robert Mugabe Avenue. Die vorgelagerten Parliament Gardens, ab 1931 angelegt, sind seit 2019 geschlossen. Der Nationalrat tagt heute in einem eigenen modernen Neubau östlich des Tintenpalastes.
Der Spottname stammt von der deutschsprachigen Bevölkerung Windhoeks, die sich über die zahlreichen Schreiberlinge und ihren hohen Tintenverbrauch lustig machte. Die Einweihung wird mit dem 12. April 1913 angegeben, die deutschsprachige Quelle nennt den 1. November 1913. Seit 1990 tagt hier die Nationalversammlung; der Nationalrat sitzt in einem Neubau östlich davon.
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