Huguenot Monument, Gedenkstätte in Franschhoek, Südafrika
Das Hugenotten-Denkmal in Franschhoek besteht aus drei hohen Bögen, die die Heilige Dreifaltigkeit symbolisieren, gekrönt von der Sonne der Gerechtigkeit und dem Hugenottenkreuz. Davor steht eine weibliche Figur von Coert Steynberg, die eine Bibel und eine zerbrochene Kette hält, auf einer Weltkugel mit Symbolen für Glauben, Künste, Landwirtschaft und Industrie. Ein runder Teich spiegelt die Kolonnade dahinter, und das angrenzende Museum zeigt Werkzeuge, Kleidung und Dokumente der hugenottischen Siedler.
Das Denkmal wurde vom niederländischen Architekten Jacob Cornelis Jongens (1898-1986) entworfen, 1945 fertiggestellt und am 17. April 1948 von Pfarrer Abraham van der Merwe eingeweiht. Es erinnert an französische und belgische Protestanten, die vor der religiösen Verfolgung im katholischen Frankreich flohen und sich im 17. und 18. Jahrhundert in der Kapkolonie niederließen, viele davon im Franschhoek-Tal.
Der lateinische Wahlspruch Post Tenebras Lux, „Licht nach der Dunkelheit“, steht auf der Kolonnade, die die Weinkeller verbindet; er war ein Losungswort der Reformation und zuerst an der Genfer Reformationsmauer eingraviert. Das angrenzende Museum bewahrt Werkzeuge der Weinbereitung, Kleidung, Schriften, Porträts und Stammbäume der Einwanderer. Die Lilie auf dem Gewand der Figur war lange das Sinnbild der französischen Monarchie.
Das Gelände ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet klare Ausschilderungen sowie Wege rund um das zentrale Denkmal. Das angrenzende Museumsgebäude bietet Schatten und Informationen, besonders nützlich an heißen Tagen.
Der runde Teich vor dem Denkmal spiegelt die dahinterliegende Kolonnade; die Quellen deuten ihn als Ausdruck des Seelenfriedens, den die hugenottischen Flüchtlinge nach der Verfolgung in Frankreich in Südafrika fanden. Die Kolonnade trägt den lateinischen Wahlspruch Post Tenebras Lux, der zuerst an der Reformationsmauer in Genf angebracht wurde.
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