Ts’ehlanyane-Nationalpark, Nationalpark in Lesotho
Der Ts'ehlanyane-Nationalpark schützt ein hoch gelegenes Gebiet der Maloti-Berge im Distrikt Leribe zwischen 1.940 und 3.112 Metern, überwiegend subalpin. Er liegt am Zusammenfluss von Ts'ehlanyane und Holomo und bewahrt einen der wenigen verbliebenen Bestände einheimischen Waldes in Lesotho, mit großen Oldwood-Bäumen (Leucosidea) und seltenen Unterwuchspflanzen. Der Park umfasst 5.600 Hektar innerhalb des grenzüberschreitenden Schutzgebiets Maloti-Drakensberg.
Der Ursprung des Parks hängt mit der Zufahrtsstraße zum Mamohale-Tunnel zusammen, der im Mai 1991 als erster Stollen des Lesotho Highlands Water Project vorgetrieben wurde; dieser Stollen führt 22 km vom Katse-Staudamm zum Auslauf des As River bei Clarens. Das Schutzgebiet liegt am Zusammenfluss von Ts'ehlanyane und Holomo und bewahrt einen der wenigen verbliebenen Bestände einheimischen Waldes in Lesotho.
Der Name „Ts'ehlanyane“ ist die lokale Bezeichnung für den Bergbambus (Thamnocalamus tessellatus), eine im Drakensberg endemische Pflanze, von der Fluss und Park ihren Namen haben. An den Ufern der Flüsse und Bäche wachsen Bestände dieses Bambus, der für das Volk der Basotho kulturell bedeutsam ist. Der Park dürfte das wichtigste Rückzugsgebiet dieser Pflanze im gesamten Maloti-Drakensberg-Gebirge sein.
Die Anfahrt erfolgt über eine Schotterstraße ab der Hauptstraße A1; ein geländegängiges Fahrzeug ist empfehlenswert, da die Straße uneben sein kann. Die Unterkunft im Park, darunter die Maliba Lodge mit Chalets und Restaurant, ist an Wochenenden und in den Schulferien oft ausgebucht, daher lohnt eine Reservierung im Voraus.
Der Bergbambus (Thamnocalamus tessellatus), der dem Park seinen Namen gibt, könnte hier sein wichtigstes Rückzugsgebiet im gesamten Maloti-Drakensberg-Gebirge haben. Er ist die Wirtspflanze des gefährdeten Schmetterlings Metisella syrinx. Der Park beherbergt zudem einen Berg-Fynbos, den es nirgends sonst auf der Welt gibt.
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