Gondolin Cave, Archäologische Stätte in North West, Südafrika
Die Gondolin-Höhle ist ein fossilführendes dolomitisches Paläohöhlensystem in der Nordwest-Provinz Südafrikas, das in den Dolomiten der Eccles-Formation entstand. Der Kalkabbau im frühen 20. Jahrhundert störte es stark und hinterließ eine kleine aktive Höhle, verbliebene In-situ-Ablagerungen und ausgedehnte Halden ex-situ-kalzifizierter Sedimente. Die freigelegte Felswand zeigt stufenförmige rotbraune und graue Absätze mit einer hellen Sedimentschicht darunter.
Der Kalkabbau störte das Höhlensystem vor den 1950er Jahren, doch sind keine Aufzeichnungen, Karten oder Fotos dieser Arbeiten erhalten. Fossilien waren in den 1970er Jahren bekannt, und Elisabeth Vrba und David Panagos vom Transvaal Museum begannen Anfang 1979 mit Grabungen und entnahmen rund 2 m3 verkalkten Sediments aus der Nordwand. Ein Suchgraben von 1997 in den Abraumhalden erbrachte zwei Homininenzähne, weitere Grabungen folgten 2003 und 2004.
Der Name stammt von Gondolin aus J.R.R. Tolkiens Werk und wurde bis Anfang der 1970er Jahre vergeben. Die fossilhaltige Brekzie wurde im Transvaal Museum mit Essigsäure aufbereitet; die Beschreibung von 1993 erfasste nur 4.344 der 90.663 Fundstücke. Die Fundstelle liegt auf Privatland innerhalb der Cradle of Humankind.
Die Höhle liegt auf Privatgrund und ist nicht öffentlich zugänglich; ein Besuch lässt sich nicht vereinbaren. Die Fundstelle besteht aus einer kleinen aktiven Höhle, verbliebenen In-situ-Ablagerungen und ausgedehnten Halden kalzifizierter Sedimente aus dem Kalkabbau des frühen 20. Jahrhunderts; der Boden ist gestörte Fläche, keine Schauhöhle.
Bei Ausgrabungen zwischen 2003 und 2004 wurden fast 100.000 einzelne Knochenstücke gesammelt, darunter Zähne von frühen Menschenvorfahren. Diese große Menge an Material half Wissenschaftlern, mehr über unsere evolutionäre Geschichte zu verstehen.
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