Lomami National Park, Regenwald-Nationalpark in Tshopo und Maniema, Demokratische Republik Kongo
Der Lomami-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im tropischen Tieflandregenwald der Demokratischen Republik Kongo, das sich über die Provinzen Tshopo und Maniema erstreckt. Im Süden öffnen sich einzelne Savanneninseln, während im Westen Hügel das Gelände prägen und dem Park eine abwechslungsreiche Landschaft geben.
Der Park wurde im Juli 2016 offiziell als neunter Nationalpark der Demokratischen Republik Kongo ausgewiesen. Dieser Schritt beendete eine Pause von mehr als zwei Jahrzehnten, in der kein neues Schutzgebiet im Land eingerichtet worden war.
Die Menschen, die rund um den Park leben, gehören verschiedenen Gruppen an, darunter die Lengola, Mbole, Mituku und Langa, die seit Generationen vom Wald abhängig sind. Ihre Lebensweise, geprägt von Landwirtschaft, Fischfang und Jagd, ist heute noch sichtbar in den Dörfern am Rande des Schutzgebiets.
Eine Reise in den Park erfordert gute Vorbereitung, da es kaum touristische Infrastruktur gibt und die Zugangswege schwierig sein können. Kindu, die Hauptstadt von Maniema, gilt als häufigster Ausgangspunkt für Expeditionen in das Gebiet.
Der Lomami-Fluss, der durch den Park fließt, hat im Laufe der Zeit als natürliche Barriere gewirkt und dazu geführt, dass sich Bonobo-Populationen auf beiden Seiten genetisch unterschiedlich entwickelt haben. Diese Trennung macht den Park zu einem seltenen Ort, an dem man die Auswirkungen geografischer Isolation auf Tierpopulationen direkt beobachten kann.
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