Fort Marlborough, Britische Kolonialfestung in Bengkulu City, Indonesien.
Fort Marlborough ist eine britische Kolonialfestung in der Stadt Bengkulu an der Westküste Sumatras, die auf einem künstlichen Hügel über dem Meer thront. Die rechteckige Anlage hat dicke Ziegelmauern, vier eckige Wehrtürme und einen trockenen Graben, der das gesamte Bauwerk umgibt.
Die Ostindien-Kompanie errichtete die Festung zwischen 1713 und 1719 unter Gouverneur Joseph Collett, um ihre Handelsposten gegen lokale Herrscher und europäische Rivalen zu schützen. Die Anlage diente später als Verwaltungszentrum der britischen Kolonie Bencoolen bis zur Übergabe an die Niederländer im Jahr 1824.
Der Name stammt vom Herzog von Marlborough, einem englischen Militärbefehlshaber des frühen 18. Jahrhunderts, dessen Siege in Europa der Ostindien-Kompanie als Vorbild dienten. Die Festung zeigt typisch britische Merkmale wie symmetrische Bastionen und breite Schießscharten, die heute von Besuchern aus der Nähe betrachtet werden können.
Die Festung liegt zentral an der Jalan Benteng nahe der Küste und ist von den meisten Teilen der Stadt aus gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Komplex ist tagsüber zugänglich, und Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da einige Treppen und Wege uneben sein können.
Der Komplex diente zeitweise als Gefängnis für Sukarno, den späteren ersten Präsidenten Indonesiens, während seines Exils unter niederländischer Verwaltung in den 1930er Jahren. Besucher können heute noch die Zellen und Wohnräume besichtigen, in denen politische Gefangene untergebracht waren.
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