Maralinga, Atomtestgelände in Maralinga Tjarutja, Australien
Maralinga ist eine Siedlung in Südaustralien, die sich über Spinifex-Graslandschaften mit natürlichen Wasserstellen erstreckt. Die Gegend liegt in einem dünn besiedelten Teil des Landes mit großen, offenen Flächen.
Das Gebiet war Schauplatz von britisch-australischen Atomwaffentests zwischen 1956 und 1963, was zur Vertreibung der Aboriginal-Bewohner führte. Diese Periode hinterlässt bis heute Spuren in der Region und prägt ihre Geschichte.
Die Maralinga Tjarutja bewahren ihre Verbindung zu Pitjantjatjara- und Yankunytjatjara-Gemeinden durch traditionelle Zeremonien und Geschichten, die bis heute weitergegeben werden. Diese kulturellen Praktiken sind tief in der Landschaft verwurzelt und prägen das Leben der Menschen hier.
Das Gebiet durchlief in den 1990er Jahren umfangreiche Dekontaminationsbemühungen, bei denen plutonium- und uranverseuchter Boden vergraben wurde. Besucher sollten sich bewusst sein, dass dies ein empfindliches und kontrolliertes Gebiet ist.
Eine Familie wurde 1957 am Boden eines Kraters auf einem Testgelände entdeckt und beschloss, dort zu campen. Diese ungewöhnliche Episode erinnert an die isolierte Lage des Ortes während jener Zeit.
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