Ujung Kulon, Nationalpark in West-Java, Indonesien
Ujung Kulon ist ein Nationalpark an der südwestlichen Spitze von Java in Indonesien, der tropische Regenwälder, Mangrovensümpfe, Korallenriffe und offene Graslandschaften umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen dichtem Dschungel, flachen Küstenabschnitten und kleinen vorgelagerten Inseln, die zusammen ein ausgedehntes Mosaik verschiedener Lebensräume bilden.
Die Eruption des Krakatau im Jahr 1883 verwüstete die gesamte Region und erlaubte der Natur, die Halbinsel von Grund auf neu zu besiedeln. Der Welterbetitel wurde 1992 verliehen, um die Regeneration der Ökosysteme und die letzten wildlebenden Java-Nashörner zu schützen.
Der Name des Parks bezieht sich auf die westliche Halbinsel Javas, wo Fischer und Bauern seit Generationen im Einklang mit den Schutzzonen leben. Besucher begegnen manchmal traditionellen Booten aus Holz, die noch immer entlang der Küste fahren und Einblicke in das maritime Erbe der Region geben.
Alle Touren erfordern die Begleitung durch zertifizierte Führer, da das Gelände dicht bewachsen und ohne Markierungen ist. Boote von Labuan aus bringen Reisende zur Halbinsel, während mehrtägige Wanderungen eine robuste Ausrüstung und ausreichend Trinkwasser voraussetzen.
Weniger als 80 Java-Nashörner leben heute noch auf der Welt, und fast alle befinden sich in diesem abgelegenen Park. Besucher sehen die Tiere meist nicht direkt, können aber ihre Fußspuren und Schlammbäder in abgelegenen Waldlichtungen entdecken.
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