Istiqlal-Moschee, Nationalmoschee in Pasar Baru, Indonesien
Istiqlal ist eine Moschee in Pasar Baru, Indonesien, die durch eine Kuppel mit 45 Metern Durchmesser gekennzeichnet ist, welche von zwölf massiven Säulen getragen wird. Die Wände und Böden zeigen Marmor und geometrische Verzierungen aus Edelstahl, während mehrere Ebenen Raum für die Gläubigen bieten.
Der Präsident beauftragte 1954 eine Stiftung mit dem Bau, und Friedrich Silaban gewann 1955 den Gestaltungswettbewerb. Die Fertigstellung erfolgte nach mehreren Jahrzehnten und brachte dem Land ein Bauwerk im internationalen Stil mit modernen Formen.
Der Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet Unabhängigkeit, ein Hinweis auf die Befreiung des Landes von der Kolonialherrschaft. Das Gebäude steht direkt gegenüber der Kathedrale und symbolisiert den Dialog zwischen den Religionen im täglichen Leben der Hauptstadt.
Man kann den Komplex für das tägliche Gebet sowie für Freitagsversammlungen und Bildungsprogramme besuchen. Die Anlage bietet auf mehreren Ebenen ausreichend Platz und eignet sich für einen ruhigen Rundgang außerhalb der Gebetszeiten.
Die Architektur verbindet den internationalen Stil mit islamischen Elementen und zeigt klare Linien statt traditioneller Verzierungen. Diese Gestaltung war zur Bauzeit eine bewusste Abkehr von kolonialen Bauformen und spiegelt den Wunsch nach einem neuen Anfang wider.
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