Koja, Historischer Wohnbezirk in Nord-Jakarta, Indonesien
Koja ist ein historisches Wohnviertel im Norden von Jakarta, wo dicht besiedelte Wohngebiete mit lokalen Märkten und der Jakarta Islamic Center-Anlage gemischt sind. Das Viertel wird von sieben administrativen Dörfern gebildet und dient als Wohnraum für Zehntausende Menschen.
Die Gegend entstand im 17. Jahrhundert, als portugiesische Siedler sich hier niederließen und eines der ältesten christlichen Viertel in Westindonesien gründeten. Gebäude aus dieser Zeit sind noch heute teilweise erhalten und bezeugen diese frühe Kolonialperiode.
Das Viertel ist eng mit der Kroncong-Tugu-Musikrichtung verbunden, die aus der Verschmelzung portugiesischer, betawischer und indonesischer Einflüsse entstand. Diese Musikform prägt heute noch das kulturelle Leben der Einwohner und wird bei lokalen Festen gehört.
Das Viertel ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Sammeltaxis und Motorroller-Taxis erreichbar, die regelmäßig durch die Gegend fahren. Die besten Zugangspunkte sind die Hauptstraßen, wo diese Transportmöglichkeiten häufig haltmachen.
Ein Gelände, das einst als Rotlichtviertel bekannt war, wurde 1999 komplett umgestaltet und beherbergt nun das Jakarta Islamic Center mit Moscheen und Schulen. Diese drastische Veränderung zeigt, wie sich die Identität und der Charakter eines Ortes vollständig wandeln kann.
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