Sukuh, Hinduistischer Tempel in Karanganyar, Indonesien
Sukuh ist ein hinduistischer Tempel in Karanganyar, Indonesien, der auf 1186 Metern (etwa 3900 Fuß) Höhe an den Hängen des Mount Lawu liegt. Seine pyramidenförmige Struktur erhebt sich über drei aufsteigende Terrassen aus Stein, die durch breite Treppen miteinander verbunden sind.
Der britische Resident von Surakarta namens Johnson berichtete 1815 erstmals über diesen Tempel, als er Material für Thomas Stamford Raffles' Buch The History of Java sammelte. Seine Entdeckung brachte diese abgelegene Kultstätte erstmals in die Aufmerksamkeit westlicher Gelehrter.
Die Steinwände zeigen geschnitzte Szenen aus der Sudamala-Erzählung des Mahabharata, darunter die Figur des Sahadewa und die Verwandlung der Göttin Durga. Diese Reliefs bilden einen wichtigen Teil der religiösen Symbolik, die Besucher noch heute beim Durchschreiten der Terrassen wahrnehmen können.
Der Tempel liegt etwa 20 Kilometer von der Stadt Karanganyar und 36 Kilometer von Surakarta entfernt in den Bergen. Der Ort dient weiterhin als aktive Gebetsstätte, wo Gläubige Räucherwerk als Opfergabe darbringen.
Die Architektur erinnert an die Bauweise der Maya in Mexiko und der Inka in Peru, was ungewöhnlich für javanische Tempel ist. Diese pyramidenförmige Gestaltung weicht deutlich von den typischen mehrstöckigen Türmen ab, die auf anderen indonesischen Inseln vorkommen.
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