Kota, Kecamatan in Kudus, Indonesien
Kota Kudus ist das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Regentschaft in Zentraljava, Indonesien, und liegt zwischen der Stadt Semarang im Westen und der Stadt Surabaya im Osten. Die Stadt besteht aus einer alten Kernzone mit engen Gassen und traditionellen Häusern sowie neueren Wohngebieten und Handwerksbetrieben am Stadtrand.
Kudus wurde im 16. Jahrhundert von einem islamischen Gelehrten namens Sunan Kudus gegründet, der die Stadt zu einem Zentrum für islamisches Lernen und Handel in Zentraljava machte. Später, unter niederländischer Kolonialherrschaft, entwickelte sich die Tabak- und Zigarrenindustrie zu einem wichtigen Wirtschaftszweig der Region.
Kudus ist eine der wenigen Städte in Indonesien, die von Anfang an als islamisches Zentrum gegründet wurde, was man noch heute in der Dichte der Moscheen und religiösen Schulen erkennen kann. In der Altstadt, dem sogenannten Kauman-Viertel, folgt der Alltag noch immer dem Rhythmus der Gebetszeiten.
Die Stadt lässt sich am besten mit einem Motorrad oder einem Mietwagen erkunden, da viele interessante Orte weit voneinander entfernt liegen. Ein früher Start am Morgen ist empfehlenswert, um die Handwerksbetriebe bei der Arbeit zu beobachten, bevor die Hitze des Tages einsetzt.
Der Name Kudus leitet sich vom arabischen Wort al-Quds ab, dem Namen für Jerusalem, was zeigt, wie tief die islamischen Wurzeln der Stadtgründung waren. Sunan Kudus, der Gründer der Stadt, soll außerdem verboten haben, Rinder zu schlachten, um die Gefühle der Hindu-Bevölkerung zu respektieren, ein Brauch, der in der Gegend bis heute Spuren hinterlassen hat.
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