Nationalpark Tanjung Puting, Nationalpark in Zentral-Kalimantan, Indonesien.
Tanjung Puting ist ein Nationalpark in Zentralkalimantan, Indonesien, der 355.000 Hektar Regenwald, Torfmoore und Flusssysteme umfasst. Der Park erstreckt sich entlang dreier Hauptflüsse, die sich durch das dichte Grün schlängeln und zahlreiche Wasserstraßen bilden, auf denen Boote zwischen den Schutzstationen verkehren.
Das Gebiet wurde 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, nachdem Berichte über den Rückgang der Orang-Utan-Populationen die Behörden alarmiert hatten. Die Ernennung zum Nationalpark folgte 1982 und die Anerkennung als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung kam 2013 hinzu, wodurch der Schutz vor Abholzung und Brandrodung verstärkt wurde.
Die Bezeichnung Tanjung Puting bedeutet wörtlich Scharfe Landzunge und bezieht sich auf die geografische Form des Gebiets an der Küste. Einheimische Führer begleiten Besucher entlang der Flüsse und erklären, wie der Wald als Lebensraum für Tiere und Menschen zusammen funktioniert, ohne dass eine Gruppe die andere verdrängt.
Besucher erreichen den Park über den Flughafen Pangkalan Bun und fahren mit einem Klotok, einem motorisierten Hausboot mit Kajüte und Mannschaft, durch die Flussarme. Die Fahrten dauern mehrere Tage, wobei die Boote an Anlegestellen der Schutzstationen halten, um Wanderwege und Beobachtungsplattformen zu erreichen, von denen aus Orang-Utans und andere Tiere zu sehen sind.
Camp Leakey, gegründet 1971 von der Primatologin Biruté Galdikas, dient als Forschungs- und Rehabilitationszentrum und beherbergt die größte wildlebende Orang-Utan-Population der Welt. Besucher können hier beobachten, wie rehabilitierte Tiere täglich zur Fütterungsplattform kommen und dabei gelernte Verhaltensweisen mit angeborenen Instinkten mischen, was einen direkten Einblick in den Prozess der Auswilderung gibt.
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