Stewart Island, Nationalparkinsel im Süden Neuseelands.
Stewart Island oder Rakiura ist eine Insel im Southland District in Neuseeland, die eine Fläche von 1746 Quadratkilometern umfasst und mit einheimischen Wäldern, tiefen Küstenbuchten und Granitgipfeln bis zu 980 Metern Höhe bedeckt ist. Die Insel liegt südlich der Südinsel und wird größtenteils durch dichte Vegetation und ein stark gegliedertes Küstenrelief geprägt.
Archäologische Funde belegen, dass Māori-Siedler im 14. Jahrhundert Gemeinschaften auf der Insel gründeten und die reichen Meeres- und Waldressourcen nutzten. Europäische Entdecker erreichten die Insel im späten 18. Jahrhundert und benannten sie nach William Stewart, einem Offizier auf einem frühen Erkundungsschiff.
Der Name Rakiura bedeutet in der Sprache der Māori leuchtende Himmel und beschreibt die außergewöhnlichen Lichtphänomene, die hier das ganze Jahr über zu sehen sind. Diese Bezeichnung spiegelt die enge Verbindung der Māori mit den natürlichen Lichtspielen wider, die den Nachthimmel und die Dämmerung über der Insel prägen.
Die Insel ist per Fähre von Bluff aus oder mit Kleinflugzeugen zum Flugplatz Ryan's Creek in der Nähe von Oban erreichbar. Die meisten Besucher übernachten im Dorf Oban und nutzen geführte Touren oder Wanderwege, da viele Bereiche abgelegen und ohne markierte Pfade schwer zugänglich sind.
Rakiura wurde 2019 als Dark Sky Sanctuary anerkannt und gehört damit zu den wenigen Orten weltweit mit dieser Auszeichnung. Die Abgelegenheit und das Fehlen künstlicher Beleuchtung ermöglichen Beobachtungen des Nachthimmels in einer Qualität, die in bewohnten Regionen kaum noch zu finden ist.
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