Franz-Josef-Gletscher, Maritimer Temperaturgletscher im Westland Nationalpark, Neuseeland.
Franz Josef Glacier ist ein Gletscher im Westland-Nationalpark auf der Südinsel Neuseelands, der sich über 12 Kilometer (7,5 Meilen) durch ein steiles Tal erstreckt. Die Eismasse fließt von einer Höhe von 2500 Metern (8200 Fuß) hinab durch Regenwald bis auf 240 Meter (790 Fuß) über dem Meeresspiegel.
Der deutsche Geologe Julius von Haast benannte den Gletscher 1865 nach Kaiser Franz Joseph I. von Österreich während einer Expedition zur Erforschung deutscher Siedler. Seitdem hat sich die Gletscherzunge mehrfach zurückgezogen und wieder vorgestoßen, wobei sie stark auf Klimaveränderungen reagiert.
Der Māori-Name Ka Roimata o Hine Hukatere bedeutet die Tränen von Hine Hukatere und erinnert an eine Frau, deren Geliebter in einer Lawine starb. Die Legende erzählt, dass ihre Tränen zu Eis erstarrten und den Gletscher formten.
Geführte Wanderungen starten vom Dorf Franz Josef, das 5 Kilometer entfernt liegt, und Hubschrauberflüge bieten Luftaufnahmen der Eisformationen. Der Zugang zum Gletschergebiet erfordert warme Kleidung und festes Schuhwerk, da das Wetter schnell wechseln kann.
Das Gebiet erhält bis zu 15 Meter Schneefall pro Jahr im oberen Nährgebiet, eine der höchsten Niederschlagsraten weltweit. Diese enormen Schneemassen lassen das Eis schneller fließen als bei den meisten anderen Gletschern.
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