RAN Station 9, Pinkenba, Militärische Verteidigungsanlage in Pinkenba, Australien
RAN Station 9 ist eine Anlage zur Überwachung mit Indikatorschleifen und Photozellen-Lichtschranken aus dem Zweiten Weltkrieg im Myrtletown Reserve am Ende der Gannon Road bei Pinkenba. Die Betonhütte für Steuerung und Generator steht an der Südostecke des Reservats, daneben Betonplatten der Quartier- und Speisegebäude. Das Gelände liegt am Nordufer des Boggy Creek an dessen Mündung in den Brisbane River.
Die RAN Station 9 wurde in den 1940er Jahren als Überwachungsstation mit Induktionsschleifen und Photozellen-Lichtschranken am Nordufer des Boggy Creek nahe seiner Mündung in den Brisbane River errichtet. Sie war eine von zehn RAN-Stationen zum Schutz der Moreton Bay und sollte japanische U-Boote oder Überwasserschiffe aufspüren, die flussaufwärts fuhren. Am 17. Juli 2008 wurde der Standort in das Queensland Heritage Register aufgenommen.
Der Name der Station lebt im lokalen Gebrauch als „RAN Station 9, Myrtletown" weiter, nach dem Schutzgebiet an der Boggy Creek, wo sie liegt. Ihre Indikatorschleife beruhte auf einem einfachen Prinzip: Ein Magnet, der über eine feste Drahtschleife zog, erzeugte einen Strom, und der Restmagnetismus eines U-Boots genügte zum Nachweis. War kein Überwasserschiff zu sehen, wurde ein Boot zum Abwerfen von Wasserbomben entsandt.
Die Station liegt im Myrtletown Reserve am Ende der Gannon Road bei Pinkenba, am Nordufer des Boggy Creek kurz vor dessen Mündung in den Brisbane River. Die Zufahrt erfolgt über die Straße bis zum Reserve; die Betonhütte für Steuerung und Generator steht an der Südostecke, daneben Betonplatten der Unterkunfts- und Speisegebäude. Die Umgebung von Myrtletown ist ein Industriegebiet mit großen unbebauten Flächen und wenigen Häusern.
Die Indikatorschleife der Station beruhte auf Induktion: Der Restmagnetismus eines U-Boots, selbst nach Entmagnetisierung, erzeugte Strom in einer festen Drahtschleife; war kein Überwasserschiff zu sehen, konnte ein Patrouillenboot zum Abwerfen von Wasserbomben entsandt werden. Die Technik wurde ab 1915 von der britischen Royal Navy in HMS Osprey entwickelt.
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