National Australia Bank, Historisches Bankgebäude in Brisbane, Australien.
Die National Australia Bank in der 180 Queen Street ist ein siebenstöckiges Gebäude mit Stahlrahmen, Stahlbetondecken und -dach, Ziegelwänden und Sandsteinverkleidung. Die klassizistische Fassade ist in fünf vertikale Achsen geteilt; die drei mittleren haben Riesensäulen, die vom Obergeschoss bis zum Gesims reichen, und die oberen Öffnungen sind Rundbögen mit Balkonen. Der Sandstein stammt aus Yangan, Queensland, der Granitsockel aus Uralla, New South Wales.
Der 1929–1930 errichtete Bau ersetzte ein 1891 für die Royal Bank of Queensland erbautes Gebäude. Die Royal Bank fusionierte 1917 mit der Bank of North Queensland zur Bank of Queensland, die 1922 von der National Bank of Australasia übernommen wurde. Die Melbourner Architekten A & K Henderson entwarfen die neue Bank mit dem lokalen Büro Atkinson, Powell & Conrad; G A Stronach war Bauunternehmer, mit technischer Beratung von Thomas Walker Pearce. Sie wurde am 6. Mai 1930 eröffnet und diente bis 1948 als Hauptsitz der National Bank in Queensland, dann zog dieser in das frühere Gebäude der Queensland National Bank an der Ecke Queen und Creek Streets.
Das Gebäude war eines der ersten Bankengebäude in Brisbane, das einen eigenen Bankschalter und Ruheraum speziell für Kundinnen einrichtete. Diese Räume zeigten, wie Banken damals versuchten, weibliche Kunden zu gewinnen und ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Das Gebäude steht an der Queen Street 180, seine Hauptfassade liegt zwischen dem Finney Isles & Co Building und benachbarten Geschäftshäusern. Im Erdgeschoss befindet sich heute Louis Vuitton, sodass Bankschalterhalle, marmorverkleidetes Vestibül und Aufzugsvorraum nur Kunden und Personal sehen. Der Sandstein aus Yangan, der Granit aus Uralla, die dorischen Säulen und die Bronzetüren sind vom öffentlichen Gehsteig aus zu betrachten.
Die Eingangstüren aus bronzenem Material waren bei ihrer Erstellung außergewöhnlich aufwendig und zeigen hochwertige handwerkliche Arbeit. Das Gebäude verfügte über separate Aufzugsysteme, um verschiedene Nutzergruppen zu trennen - eine Besonderheit, die widerspiegelt, wie das innere Leben damals organisiert war.
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