Gouaro Deva, Naturschutzgebiet in Bourail, Neukaledonien.
Gouaro Deva ist ein Naturgebiet von rund 8.000 Hektar in der Gemeinde Bourail, Südprovinz, Neukaledonien, das sich zwischen Küste und Bergen bis zum Cap Goulvain erstreckt. Ein heller Erdweg führt durch hohes gelbgrünes Gras zu einem Streifen dunkelgrüner Bäume und Sträucher; dahinter steigen kurzrasige Hügel mit verstreuten Büschen und offenen Erdflecken zu fernen Bergkämmen an. Wegen des gleichnamigen ökotouristischen Guts, das einen großen Teil der Fläche einnimmt, wird das Gebiet oft Domaine de Deva genannt.
Gouaro Deva birgt eine der ältesten archäologischen Stätten Neukaledoniens, um 3500 v. Chr. von Lapita besiedelt, deren Keramik bei Ausgrabungen zutage kam. 1879 diente die Festung im Tabou-Tal den kanakischen Aufständischen von 1878 unter Großhäuptling Ataï als Zuflucht; sie wurden von Oberst Wendling besiegt. Die Provinz kaufte das 7700 Hektar große Gut 1992 und stellte im Dezember 2011 1000 Hektar des Tabou-Tals unter Denkmalschutz.
Der Name Deva verweist auf den Gouaro-Clan, der dieses Land seit 1984 beansprucht und Gräber im Tabou-Tal hält. 2018 unterzeichnete die Südprovinz ein Abkommen mit der GDPL „Mwe Ara“, in der die lokalen Clans zusammengeschlossen sind, und der Gemeinde Bourail, um das Gebiet gemeinsam zu verwalten. Zudem wurden hier Lapita-Keramiken aus einer der ältesten archäologischen Besiedlungen Neukaledoniens gefunden.
Das Gebiet erstreckt sich über rund 8.000 Hektar zwischen Küste und Bergen bis zum Cap Goulvain; planen Sie daher den Transport zwischen Strand, Tabou-Tal und Hügeln. Seit dem 22. Januar 2016 kümmert sich eine SEM im Rahmen eines Pacht- und Vertragsverhältnisses mit der Provinz Süd um Besucherempfang, Sicherheit, Bewachung, Unterhalt der Flächen und die Bekämpfung invasiver Arten. Für das im Dezember 2011 auf 1.000 Hektar als historische Stätte eingestufte Tabou-Tal sollte man sich vor dem Aufbruch am Empfang des Domäne erkundigen.
1992 kaufte die Südprovinz das über 7 700 Hektar große Gut Gouaro Deva für 325 Millionen Pazifikfranken, rund 2,7 Millionen Euro. Der Verkauf von 2003 wurde nach 2004 fallen gelassen, das Gebiet blieb Provinzdomäne. Eine Vereinbarung von 2016 übertrug das Domaine de Deva der SEM Mwe Ara, die 2019 dreizehn Beschäftigte hatte.
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