Great Barrier Reef Marine Park, Meeresschutzgebiet in Queensland, Australien
Das Great Barrier Reef Marine Park ist ein Meeresreservat in Queensland, das sich über mehr als 2000 Kilometer (1240 Meilen) entlang der nordöstlichen Küste erstreckt und etwa 3000 einzelne Riffe sowie hunderte Inseln umfasst. Das Gebiet schützt ein Korallenriff-Ökosystem, in dem Schildkröten, Delfine, Haie und unzählige Fischarten in flachen Lagunen und tiefen Kanälen leben.
Die australische Regierung gründete das Schutzgebiet Mitte der 1970er-Jahre, nachdem Öl- und Gasunternehmen Bohrpläne angekündigt hatten, die das Riff gefährden würden. Später, Anfang der 2000er-Jahre, erweiterte die Behörde die Schutzzonen erheblich, um mehr Riffabschnitte vor menschlichen Eingriffen zu bewahren.
Die traditionellen Besitzer, vor allem indigene Gemeinschaften entlang der Küste, betrachten das Riff als heiligen Raum und Quelle ihrer Geschichten. Viele Besucher nehmen heute an von Aborigines geleiteten Touren teil, bei denen sie lernen, wie diese Völker seit Jahrtausenden mit dem Meer leben und es verstehen.
Der Zugang zum Schutzgebiet erfolgt hauptsächlich über Bootstouren, die von Küstenstädten abfahren, wobei manche Zonen nur mit Sondergenehmigungen betreten werden dürfen. Wer das Riff besuchen möchte, sollte die Wetterbedingungen beachten, da tropische Stürme während der Sommermonate die Sicht und Sicherheit beeinträchtigen können.
Das Schutzgebiet umfasst mehr als nur Korallenriffe und schließt Mangrovenwälder, Seegraswiesen und flache Wattflächen ein, die alle als Teil desselben Ökosystems gelten. Während viele Besucher sich auf die bunten Korallen konzentrieren, sind diese Nebenzonen genauso wichtig für das Überleben unzähliger Meerestiere, die hier Nahrung und Unterschlupf finden.
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