Chillagoe smelters, Industrielles Kulturerbe in Queensland, Australien
Die Chillagoe-Schmelzanlage besteht aus drei hohen Ziegelschiornsteinen und Queenslands größter erhaltener Schlackenhalde und zeigt Überreste früher Metallverarbeitungsmethoden. Die Ruinen liegen in der Landschaft des Nordens und vermitteln einen direkten Eindruck vom Umfang der früheren Produktion.
Die Anlage entstand 1900 und verarbeitete über vier Jahrzehnte Erze aus der Region zu Kupfer, Blei und Silber. Sie betrieb diese Metallproduktion bis 1943 und war ein wichtiges Industriezentrum im frühen 20. Jahrhundert für Nordqueensland.
Die Schmelzanlage prägte die Arbeiterbewegung der Region und spielte eine zentrale Rolle bei der Bildung von Arbeitnehmervereinigungen in Nordqueensland. Der Ort zeigt, wie Rohstoffabbau und Metallverarbeitung das soziale Gefüge der frühen Bergbaugemeinden formten.
Der Ort ist als Ruine erhalten und kann zu Fuß erkundet werden, wobei Hinweisschilder die historischen Produktionsmethoden erklären. Der Besuch ist wetterabhängig und erfordert angemessene Kleidung für die Außenerkundung.
Die Anlage arbeitete während ihrer gesamten Betriebsdauer mit Verlusten, doch die Regierung erhielt sie, um Arbeitsplätze zu sichern und die regionale Entwicklung zu unterstützen. Dies machte sie zu einem ungewöhnlichen Fall staatlicher Industriepolitik in Australien.
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