Kingmanriff, Geschütztes Korallenriff im Pazifischen Ozean, Vereinigte Staaten
Kingman Reef ist ein geschütztes Korallenriff im Pazifischen Ozean südwestlich von Hawaii, das aus einer zentralen Lagune und umgebenden Korallenformationen besteht. Das Atoll erstreckt sich über eine ovale Fläche mit flachem Wasser in der Mitte, umgeben von durchgehenden Riffsäumen, die bei Niedrigwasser stellenweise sichtbar werden.
Der amerikanische Kapitän Edmund Fanning sichtete das Riff erstmals 1798 während einer Handelsreise, doch es blieb weitgehend unerforscht bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die USA beanspruchten das Gebiet 1922 offiziell und wandelten es später in ein nationales Wildschutzgebiet um, um die Meeresumwelt zu bewahren.
Der Name leitet sich von W. Kingman ab, der das Riff im 19. Jahrhundert kartierte, während es heute ein vollständig abgeschirmtes Schutzgebiet ohne menschliche Ansiedlung bleibt. Besucher können die außergewöhnliche Artenvielfalt nur aus der Ferne erleben, da das Gebiet streng reguliert ist und praktisch keine Infrastruktur aufweist.
Ein Besuch erfordert eine Sondergenehmigung der zuständigen Behörden, da das Gebiet als nationales Wildschutzgebiet streng kontrolliert wird. Die abgelegene Lage weitab jeglicher bewohnter Inseln bedeutet, dass nur Forschungsexpeditionen mit Booten oder kleinen Schiffen dorthin gelangen können.
Das Riff beherbergt mehr als dreimal so viele Steinkorallenarten wie die Hawaiianischen Inseln, wobei Wissenschaftler über 130 unterschiedliche Spezies dokumentiert haben. Diese außergewöhnliche Vielfalt macht es zu einem der artenreichsten Korallenökosysteme im zentralen Pazifik.
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