Sankt-Lorenz-Insel, Abgelegene Insel in der Beringsee, Alaska
St. Lawrence Island ist eine Insel im Beringmeer zwischen Alaska und Russland, die sich über eine Breite von etwa 145 km und Länge von 95 km erstreckt. Das flache Gelände besteht vor allem aus Tundra und felsigen Küstenabschnitten, durchsetzt von seichten Lagunen und vereinzelten kleinen Hügeln.
Menschen leben hier seit mehr als 2000 Jahren, lange bevor europäische Entdecker kamen. Vitus Bering sichtete die Insel 1728, doch die Gemeinschaften von Gambell und Savoonga blieben bis ins 20. Jahrhundert weitgehend unabhängig und selbstverwaltet.
Die Bewohner sprechen Siberian Yupik und leben vom traditionellen Fang von Robben und Walrossen, wie ihre Vorfahren es seit Jahrhunderten tun. In beiden Dörfern sieht man auf Gestellen getrocknetes Fleisch und aufgereihte Walrossknochen, die vom täglichen Leben abhängig vom Meer erzählen.
Charterflüge von Nome bringen Reisende zur Insel, wo einige Gästehäuser Unterkunft anbieten. Die beste Reisezeit liegt im Frühling, wenn Zugvögel ankommen und das Wetter etwas milder wird.
Über 2,7 Millionen Seevögel kommen jedes Frühjahr hierher, um zu brüten, und verwandeln die Klippen in ein lebendiges Durcheinander von Rufen und Bewegung. Besucher können Gelbschnabellummen, Dickschnabellummen und weitere arktische Arten aus nächster Nähe beobachten.
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