Kotzebue Sound, Bucht in der Nordwest-Arktis-Region, Vereinigte Staaten.
Kotzebue Sound ist eine Bucht im Nordwesten Alaskas, in der die Flüsse Noatak, Kobuk und Selawik in das Tschuktschenmeer münden. Die Bucht ist von flachen Ufern umgeben und liegt nördlich des Polarkreises, nahe der Stadt Kotzebue.
Der russische Seefahrer Otto von Kotzebue kartierte diese Bucht im Jahr 1818 während einer Expedition auf der Suche nach der Nordwestpassage und gab ihr seinen Namen. Lange vor dieser Entdeckung lebten die Iñupiat bereits seit Jahrtausenden an diesen Ufern.
Die Iñupiat-Bevölkerung dieser Küstenregion praktiziert hier seit Generationen Jagd und Fischfang, besonders auf Belugawale, Robben und arktische Fische. Die Fangmethoden und das Wissen darüber werden mündlich weitergegeben und prägen den Alltag der Dörfer am Ufer.
Kotzebue dient als Ausgangspunkt für Besuche in dieser Region und ist per Flugzeug erreichbar, da es keine Straßenverbindung gibt. Bootstouren auf der Bucht sind vor allem im Sommer möglich, wenn das Eis geschmolzen ist und die Tage sehr lang sind.
Im Sommer zieht die Mündung der Flüsse in die Bucht große Mengen an Lachsen an, was traditionelle Fischergemeinschaften seit jeher in diesen Gewässern hält. Die Tiefe der Bucht ist an vielen Stellen sehr gering, was große Schiffe daran hindert, sie zu befahren.
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