Portlock, Geisterstadt in der Port Chatham Bucht, Kenai Halbinsel, Alaska.
Portlock ist eine verlassene Ansiedlung an der Bucht von Port Chatham auf der Kenai-Halbinsel in Alaska. Holzbauten in unterschiedlichem Zustand des Verfalls stehen zwischen niedrigem Gestrüpp, darunter die Reste einer Konservenfabrik und mehrere Wohngebäude mit eingestürzten Dächern und verwitterten Wänden.
Kapitän Nathaniel Portlock ankerte hier 1786 während einer britischen Marineexpedition, was dem Ort seinen Namen gab. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Ansiedlung zu einem Zentrum der Lachsverarbeitung mit Postamt, bevor sie zwischen 1940 und 1950 vollständig aufgegeben wurde.
Familien aus russisch-aleutischer Gemeinschaft siedelten hier über Generationen und arbeiteten gemeinsam in der Fischverarbeitung, bis plötzliche Ängste sie dazu bewegten, ihre Häuser und den Arbeitsplatz zurückzulassen. Die verlassenen Unterkünfte zeigen noch heute die einfache Lebensweise der Fischer, die eng mit dem Meer und den Jahreszeiten der Lachswanderung verbunden waren.
Man erreicht die Stelle nur per Boot von Seldovia aus, das etwa 26 Kilometer (16 Meilen) nördlich liegt, da keine Straßen hierher führen. Die See kann in dieser Region rau sein, daher sind ruhige Wetterbedingungen nötig, und der Besuch dauert in der Regel mehrere Stunden.
Alle Bewohner verließen den Ort nach Berichten über unerklärliche Ereignisse und seltsame Begegnungen im umgebenden Wald. Die Geschichten über verschwundene Personen und nächtliche Vorfälle gehören heute zum lokalen Erzählgut der Region.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.