McCarthy, Bergbaustadt im Wrangell-St. Elias Nationalpark, Alaska.
McCarthy ist eine frühere Bergbausiedlung im Valdez-Cordova Census Area, heute ein Dorf im Wrangell-St. Elias National Park and Preserve in Alaska. Das Dorf liegt am Kennicott River auf rund 430 Metern Höhe und besteht hauptsächlich aus verwitterten Holzgebäuden, die entlang einer einzigen unbefestigten Hauptstraße aufgereiht sind.
Das Dorf entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als Versorgungszentrum für die Kennecott-Kupfermine und zog Arbeiter, Händler und Geschäftsleute an. Nach der Schließung der Mine im Jahr 1938 verließen fast alle Einwohner den Ort, der erst Jahrzehnte später durch den Tourismus und die Ausweisung des Nationalparks langsam wieder belebt wurde.
Das Leben in dem Ort dreht sich heute um Besucher der Wildnis, nachdem das alte Kupferbergwerk seine Tore schloss und sich die Siedlung neu erfand. An den wenigen Tagen im Jahr, wenn das Wetter milde ist und der Luftverkehr reibungslos läuft, kommen Wanderer und Kletterer hierher, um ihre Ausrüstung zu lagern und sich auf längere Touren vorzubereiten.
Die Anfahrt erfordert eine Fahrt über die rund 100 Kilometer lange McCarthy Road ab Chitina, die schmal und unbefestet ist und über längere Abschnitte ohne Mobilfunkempfang verläuft. Am Fluss endet die Straße an einer Fußgängerbrücke, von der aus man den letzten Kilometer bis zum Dorf entweder zu Fuß oder per Shuttle zurücklegt.
Im Winter kann die Zahl der Einwohner auf weniger als zehn Personen fallen, wenn fast alle Läden und Unterkünfte schließen und das Dorf unter Schnee begraben wird. Im Sommer steigt die Zahl der Menschen durch Besucher, Saisonarbeiter und Rückkehrer sprunghaft an, sodass sich die Atmosphäre komplett wandelt.
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