Teatro Degollado, Opernhaus am zentralen Platz von Guadalajara, Mexiko.
Das Teatro Degollado ist ein Opernhaus im historischen Kern von Guadalajara in Mexiko und hebt sich durch seine neoklassizistische Fassade mit sechzehn korinthischen Säulen deutlich hervor. Innen teilt sich der Bau in einen Hauptsaal mit über tausend Plätzen und eine kleinere Kammer für intimere Veranstaltungen, beide mit reich verzierten Deckengemälden und vergoldeten Details.
Der Bau startete 1856 unter der Leitung des Architekten Jacobo Gálvez und folgte einem neoklassizistischen Entwurf, der sich an europäischen Theatern des neunzehnten Jahrhunderts orientierte. Die Eröffnung fand 1866 mit einer Aufführung von Donizettis Oper Lucia di Lammermoor durch die mexikanische Sopranistin Ángela Peralta statt, die dem Haus landesweite Bekanntheit verschaffte.
Die Decke zeigt ein großes Wandgemälde des vierten Gesangs von Dantes Göttlicher Komödie, erschaffen von den Künstlern Jacobo Galvez, Gerardo Suarez und Carlos Villaseñor.
Abends finden im Hauptsaal häufig Opern- und Ballettaufführungen statt, während tagsüber Führungen durch die Räumlichkeiten angeboten werden und die Fassade vom angrenzenden Platz aus gut sichtbar ist. Die Kammerräume im Obergeschoss werden für Kammermusik und Vorträge genutzt, die ein ruhigeres Publikum anziehen.
Eine vergoldete Holzfigur eines Adlers hängt über der Bühne und hält eine Kette zwischen den Krallen, die nach lokaler Überlieferung niemals losgelassen werden darf. Viele Besucher blicken beim Betreten des Saals zu diesem Detail hinauf, das eng mit Geschichten über das Schicksal des Gebäudes verwoben ist.
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